! Wir sind´s die 8. Klässlers !


Im April 2018 erscheint ein neues Taschenbuch. Die Autoren sind die Schüler der Klassen 8a und 8b der Regionalen Schule mit Grundschule Garz. Geschichten und Gedichte aus und um die Schule wurden auf lustige, übertriebene, überzogene Weise geschrieben. Sie erfahren etwas über die Schüler, Lehrer und die Schule im Allgemeinen. Lesen Sie das Buch mit einem blinzelnden Auge.

Blogbeitrag

Auszug aus dem Vorwort des Buches:

„… Sich kritisch zu äußern, Frust in Worte zu fassen und trotzdem mit viel Freude ein gemeinsamens Ziel zu erreichen, das durfte ich als Deutschlehrerin begleiten und erleben.“

Dieser Satz findet sich um Vorwort des Taschenbuches: „Wir sinds die Achtklässler`s“, welches in wenigen Tagen erscheint.

Eine Deutschlehrerin bedankt sich dafür, dass sie ihre Schüler erleben und begleiten durfte. Welch wunderbare Erfahrung und eigentlich doch ganz normal, denn es ist eine wichtige Aufgabe von Erziehern und Pädagogen, zu erleben und zu begleiten.

Oft höre ich: „Schüler zwischen 14 und 18 Jahre oder älter sind dumm, faul, frech und sitzen nur vor dem PC. Sie haben keine Ziele, kritisieren alles und immer und sind absolut desinteressiert. Auf Eltern, Lehrer und andere Erwachsene hören sie nie. Sobald sie 16 sind, beginnen sie zu trinken, werden kriminell und suchen in zweifelhaften politischen Richtungen Anerkennung.“

Diese Meinung über Jugendliche existiert. Nicht immer ist diese Meinung begründet.

Denn nicht in allen Fällen verhalten sich Schüler ab der 8.Klasse so. Jugendliche sind auf der Suche nach sich selber, nach ihrem eigenem Leben, welches sie wenige Jahre später meistern wollen und müssen. Sie testen sich aus und wollen sich behaupten, sie brauchen eine Vielzahl an Anregungen und Möglichkeiten. Auf keinen Fall brauchen diese Schüler Lehrer die meinen, sie haben immer Recht.

Als Motivationstrainerin bin ich stets auf der Suche nach Personen, die anders denken und handeln. Die Tatsachen hinterfragen und die eine positive Sichtweise haben und nicht die Jugendlichen fallen lassen, die schon in der Grundschule als „für die Gesellschaft und als Leistungsträger verloren“ abgestempelt werden.

Der Zufall führte mich auf die Internetseite der Regionalen Schule mit Grundschule „Am Burgwall“ in der Stadt Garz auf Rügen. Schüler/innen der Klassen 8a & 8b , der Regionalschule Garz auf Rügen durften hier ihre Meinung, ihre Einstellung undihrer Sichtweise über die Schule, die Schüler und die Lehrer in kurzen Texten, Geschichten und Gedichten verewigen.

In einem Gespräch mit dem Verleger erfuhr ich, dass den Schülern kaum Vorgaben beim verfassen der Texte gemacht wurden. Nur verletztend, angreifend oder rufschädigend durften die Texte nicht sein. Ich erinnere mich an dieser Stelle an die Aufsätze, die ich schreiben musste. Nichts war richtig, was dem Lehrer nicht gefiel. Eine eigene Meinung oder gar einmal die Wahrheit mit einem Augenzwickern nieder zu schreiben, wäre nicht möglich gewesen. Dabei ist gerade dies eine wunderbare Art, den Kindern das Schreiben nicht zu vermiesen, sondern ihnen die Freude an der Kreativität zu schenken. Durch eigens verfasste Texte können sich die Schüler eine eigene Meinung bilden und auch kritisch die eigenen Gedanken reflektieren. Das Taschenbuch: „Wir sinds die Achtklässler`s“ gibt einen guten Einblick in die Sichtweisen der Schüler einer achten Klasse.

Projekte dieser Art sind richtig und wichtig. Schüler, Eltern, Schulleitung, Lehrer und der Dr. Strotkamp Verlag haben hier eine ziemlich gute Sache auf die Beine gestellt.

Ab dem Ende April ist das kleine Taschenbuch mit dem Titel: „Wir sinds die Achtklässler`s“ über die ISBN Nummer 978-3-94-3448-05-4 b für 9.45 bestellbar. Die Autoren sind die Schüler/innen der Klassen 8a & 8b , der Regionalschule Garz auf Rügen. Herausgeberin ist Frau Dr.Gertraud Strotkamp.

Kleiner Nachtrag:

Meine Lieblingsgeschichte ist von Dieter. Er schreibt, was er denkt, als er die Aufgabe bekommt, einen Text über die Schule zu schreiben. Offen, ehrlich, schonungslos und fast schon witzig konfrontiert er die Leser mit dem Gedanken eines Teenagers übers Schreiben.

 

Rezi

„Wir sinds die Achtklässler`s“

Im Frühjahr 2018 erschien im Dr. Strotmann Verlag das Taschenbuch mit dem Titel: „Wir sinds die Achtklässler`s“. Schnell waren die ersten Exemplare vergriffen, denn wer einmal hinein lesen durfte, der wollte es auch ganz für sich besitzen. Schonungslos lustig und grundehrlich, mit mehreren Fünkchen Fantasie erzählen Schülerinnen und Schüler der achten Klassen der Regionalsschule Garz aus ihrem Alltag.

Wir können sie nur erahnen, die Gefühlswelt von älteren Kindern, die sich innerhalb kurzer Zeit zu Jugendlichen wandeln, die sich wenige Jahre später als Männer und Frauen in der Gesellschaft und in der Welt behaupten müssen. Jugendliche wollen spontan und autonom umgehen mit ihren Erkenntnissen, die sie plötzlich haben, weil sich Wissen und Erfahrung zu neuen und eigenen Gedanken verbinden. Sie brechen aus ihrer Kinderrolle aus und dabei so manche Regel. Nicht immer ist ihr Verhalten zu verstehen. Sie wollen sich behaupten und sich durchsetzen und das tun sie oftmals ungestüm und voller Elan. Pupertät ist eine Zeit des Wandels und viel davon passiert in der Schule. Das ist nicht immer leicht zu ertragen für Eltern, Erzieher, Lehrer und Pädagogen. Gut zu wissen, dass es Lehrer gibt, die diesen „Fast – Erwachsenen“ zuhören und ihnen die Möglichkeit geben, sich und ihre Gedanken und Gefühle zu beschreiben.

Das Taschenbuch ist gefüllt mit den Gedanken und Gefühlen von Schülern zwischen 13 und 15 Jahren. Schon beim Querlesen war ich begeistert von der Vielfalt der Geschichten, die in diesem Taschenbuch gesammelt sind.

Ende April 2018 ist das Taschenbuch mit dem Titel: „Wir sinds die Achtklässler`s“endlich auch für die Öffentlichkeit über die ISBN Nummer 978-3-94-3448-05-4 b für 9.45 bestellbar. Die Autoren sind die Schüler/innen der Klassen 8a & 8b, der Regionalschule Garz auf Rügen. Herausgeberin ist Frau Dr. Gertraud Strotkamp.

Es ist als Reiselektüre oder Bettlektüre, als unterhaltsames Taschenbuch für gemeinsame Leseabende, für erweiterte Studienzwecke angehender Erzieher und Pädagogen, sicherlich auch als Geschenk für Oma und Opa und in besonderem Maße als Hinweisregelbüchlein für Eltern und Lehrer gut zu verwenden. Es ist ausserdem auch ein wichtiges Zeitzeugendokument.

Fast schon in brilliant – humorvoller Art beschreiben die Texte der achten Klassen und einiger Lehrer der Regionalschule in Garz in unterschiedlicher Art und Weise die einzelnen Sichtweisen. Es ist ein Querschnitt aus dem Schulalltag Pupertierender. Aber auch Lehrer kamen zu Wort und konnten offenbaren, welch Herzblut, aber auch Kraft sie täglich in der Schule lassen und mit welchen Problemen sie konfrontiert werden.

Lustig und mit Augenzwinkern stehen die Kurztexte und Gedichte für sich und bilden doch ein Gesamtwerk, welches aufgelockert ist mit fantasievollen Skizzen und kreativen Zeichnungen. Direkt und ehrlich wird der Leser auf 162 Seiten mit den Ansichten über das Schülerleben konfrontiert. 38 Jungautoren und Jungautorenteams haben ihre Short Stories, Texte, Gedichte, Skizzen, Zeichnungen und Minidrehbüchern zu einem unterhaltsamen und beinahe schon pädagogisch aufklärendem Taschenbuch zusammengefasst. Statistische Diagamme zeigen, wie die Schüler der Schule die Klassenräume, das Verhältnis zu den Mitschülern oder den Lehren oder den Unterricht allgemein wahrnehmen. In den 78 Beiträgen findet jeder Nutzer sein persönlich amüsantes, anrührendes und spannendes Lesevergnügen.

Einige der Texte spiegeln das Wesen des Autoren, der Autorin sehr deutlich wider und ich hatte beim Lesen das Gefühl, die Jugendlichen zu kennen und zu mögen. Mit jeder Geschichte wuchs meine Motivation, nach Garz auf Rügen zu fahren und die durchaus erkennbaren Talente im kreativen Schreiben zu förden. Ausdruck und Sprache sind dem Alter der AutorInnen angemessen, wobei so manches Neologisma der Jugendsprache bei mir schmunzeln hervorrief. Bewusst sind alle Texte unter einem Pseudonym geschrieben, wobei die Jugendlichen auch hier ihre Kreativität unter Beweis stellten und zum Teil ziemlich ausgefallene Nicknames kreierten.

Für mich war das Lesen dieses Buches auch eine kleine Zeitreise in meine eigene Schulgeschichte. An einigen Stellen musste ich ziemlich schmunzeln oder ich erinnerte mich an Schulkameraden, die ich in den Texten wiedererkannte. So manches im Schülerleben hat sich auch nach vierzig Jahren nicht geändert und sicher wird es stets wieder Jungs und auch Mädchen geben, die vor einem leeren weissen Blatt sitzen, einen Text schreiben sollen und sich plötzlich ganz weit weg wünschen, weil ihnen absolut nichts einfällt, was sie aufschreiben könnten.

Besonders gelungen sind zwei Kurzgeschichten, die in Teamarbeit entstanden und aus denen die Schüler zwei spannende Kurzdrehbücher verfasst haben. Stoff für ein Filmprojekt.

Insgesamt gesehen zeigt dieses Taschenbuch, dass Schüler kreativ sind, eigene Gedanken, Ideen und Lebensvorstellungen haben, den Schulalltag auch geniessen und ziemlich genau wissen, was wichtig ist und warum.

Dieses Kleinod konnte nur entstehen, weil Autoren, Verlag und Herausgeberin überzeugt waren vom Sinn des Projektes und weil es eine Deutschlehrerin gibt, die sich dafür bedankt, dass sie ihre Schüler erleben und begleiten darf. Was diese Lehrerin noch über das Buch und ihre Schüler sagt? Steht alles im Vorwort.

Wünschenswert wäre, wenn solche Projekte mehr und besser gefördert oder finanziell unterstützt würden. Ich kann den Inhalt dieses Taschenbuchs jedenfalls mit sehr gutem Gewissen jedem empfehlen.

 

Kerstin Klare

Motivationstrainerin / Schreibtherapeutin

 

„Wir sinds die Achtklässler`s“

erschienen im Dr.Strotmann Verlag

bestellbar unter der ISBN Nummer 978-3-94-3448-05-4 b f

Seiten: 162 s/w

Preis: 9.45 €